Anja Giramondo – Giramondo https://giramondo.blog Der Weltenbummler Blog Wed, 10 Apr 2024 10:48:22 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.2 https://giramondo.blog/wp-content/uploads/2024/04/cropped-Icon-GiramondoBlog001-32x32.png Anja Giramondo – Giramondo https://giramondo.blog 32 32 Zeit für Neues & Herzfunde – Auftakt 2024 https://giramondo.blog/2024/04/10/zeit-fuer-neues-herzfunde-auftakt-2024/ https://giramondo.blog/2024/04/10/zeit-fuer-neues-herzfunde-auftakt-2024/#respond Wed, 10 Apr 2024 10:48:22 +0000 https://giramondo.blog/?p=684 Ihr Lieben,

ein frohes, glückliches neues Jahr

wünschen wir Euch!

Zum Anstoßen mit dem obligatorischen Prosecco (was sonst, bei uns Italien-Verrückten?!) gab es einen prägnanten Satz

„es kann nur besser werden“

denn 2023 war bewegt und herausfordernd für uns und viele um uns herum.

Liebe Menschen unserer Familien sind von dieser in die andere Welt gegangen, haben ihre letzte Reise angetreten… zahlreich. Beruflich und im privaten Leben gab es sowohl Neubeginn als auch Augen-Öffner.

Herzfunde: neue Menschen begleiten plötzlich den eigenen Weg und stellen sich nicht nur als Freunde, sondern Mitglieder der Wahl-Familie heraus. Das ist einer der schönsten Punkte im vergangenen Jahr gewesen: diese Herzens-Familie wächst und gedeiht, gibt liebevoll Kraft und bringt mühelos Freundlichkeit und Unterstützung rundum entgegen. In all‘ dem Schmerz und den vielen Momenten der Fragen nach „Warum?“ war und ist es unglaublich schön, geborgen und heilsam.

Das macht Mut für alles Kommende. Wir jedenfalls stehen als Team schonmal zusammen und freuen uns auf ein neues Weltenbummler-Jahr mit Giramondo.

Wir freuen uns auf 2024 mit Euch, geneigte Leser, liebe Wahlfamilie, Freunde, Begleiter, Unterstützer oder was auch immer ihr für uns sein möchtet und wir für euch sein dürfen.

Wir glauben an

Abenteuer, Zuversicht, Mut, Kraft und die Liebe, die das alles umschließt. Seid umarmt!

Herzlich
Anja & Bern

Anja und Bern im Frühjahr 2023 auf einem Vaporetto in Venezia.
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Bussolà – oder die Sehnsucht nach Venezia in Keksform https://giramondo.blog/2024/04/09/bussola-oder-die-sehnsucht-nach-venezia-in-keksform/ https://giramondo.blog/2024/04/09/bussola-oder-die-sehnsucht-nach-venezia-in-keksform/#respond Tue, 09 Apr 2024 16:34:52 +0000 https://giramondo.blog/?p=678
Venedig - Blick von der Ponte Widmann auf den gleichnamigen Rio und den Palazzo Cappellis in Cannaregio - Photo by Anja Hendrischk

Wenn die Sehnsucht nach Venezia wieder einmal groß ist und grad kein Ticket zur Hand, um dieser nachzugeben, dann hilft mir das Werkeln in der heimischen Küche.

Ein paar Handgriffe nach den gelernten originalen Rezepten, die ich mir vor Ort von Freunden zeigen oder erzählen lasse und immer wieder gern von meinen Reisen mitbringe… – schwupps, duftet es verführerisch und verheißungsvoll aus Topf, Pfanne und Ofen nach Italia! Das noch mit der passenden Musik untermalt – zum Beispiel von Vasco Rossi oder Ligabue – schon schwingt auf beinah magische Weise das Stimmungsbarometer Richtung „sonnig“.

Bussolà – der leckere Keks aus Venedig

Einem solchen Sehnsuchtsanfall bin ich kürzlich wieder einmal mit dem Backen von Bussolai begegnet: Eine venezianische Gebäckspezialität, die besonders auf Burano zelebriert wird.

Burano ist die berühmte Insel im Norden der Lagune mit den bunten Häusern. Daher werden diese leckeren Kekse auch gern „Buranelli“ genannt. Es gibt sie in der Form des Buchstaben „S“, dann heißen sie „Esse“, was die Mehrzahl des Buchstabens bezeichnet. Erscheint der Keks als Kringel, heißt er „Bussolà“, im venezianischen Dialekt bedeutet das „Loch“ . – Man backt also eigentlich Löcher, kleine leckere Nichtse.

Bussola - venezianische Kekse nach Original-Rezept liegen als Esse auf eckigem Teller

Ganz wunderbar kann man sie auf Vorrat backen und in Dosen aufbewahren. Allerdings hält sich dieser Zustand in meiner Umgebung nur selten… Freunde und Familie verputzen die Bussolai gern und flink, sodass ich mir eher um Nachschub aus dem Ofen Gedanken machen muss als um die Lagerung.

Keks & Wein – die Sache „mit dem Tunken“

Eigentlich bin ich überhaupt kein Freund von „Dinge in etwas eintunken“, aber diese kleinen Leckereien sind fein zum Tunken in Vin Santo oder andere Süßweine. Wie ich bei einem Abendessen im Kreise italienischer Freunde gelernt habe, schmecken sie mir, in einen schönen kräftigen trockenen Rotwein getaucht, am allerbesten.

Und das kam so: Ich saß an einem laaangen Tisch… um mich herum einige ältere Herren, die sich damit übertrumpften, die Sitznachbarn so abzulenken, dass man sich gegenseitig ein halbes „S“ in den Rotwein schmuggelte um sich anschließend wie die kleinen Kinder zu freuen und lauthals zu lachen, wenn der andere es wieder einmal nicht bemerkt hatte. Am anderen Ende saßen ihre Ehefrauen und schüttelten nur die Köpfe um ihre nie erwachsen gewordenen Gatten. Ich in der Mitte als Komplize von allen. – Ein wunderbarer Abend. Und ich lernte über mich, dass ich es doch mag, Dinge in etwas zu tunken. Und zwar sehr!

Rezept „Bussolai oder Buranelli“

Zutaten

400 g Mehl
200 g Zucker
200 g Butter
5 Eigelb
1 Schuss Rum
Schale einer Zitrone (natürlich bitte unbehandelt, ungewachst usw.)

Los geht’s
  • Zuerst Zucker und Eigelbe mit einem Handrührgerät zu einer glatten Masse kurz aufschlagen.
  • Dann einen Schuss Rum und die geriebene Zitronenschale zugeben und unterheben.
  • Nun Mehl und Butter hinzufügen und einen glatten Teig kneten. Ich mache das am liebsten mit den Händen. Es geht einfach und flink. Und Du hast ein Gefühl dafür, wann Dein Teig fein vermischt und fertig ist. – Den Teig 30 Minuten im Kühlschrank zwischenlagern.

Nun bereitest Du ein Backblech mit Backpapier vor. Und kannst den Ofen schonmal auf 180° vorheizen.

  • Vom Teig immer wieder kleine Teile abnehmen und mit den Händen daraus auf der Arbeitsplatte Rollen formen. Der Durchmesser sollte nicht zu dünn sein. Zwischen 1cm und 1,5 cm. Dafür entwickelt man nach einer Weile ein Gefühl. Dann immer Kringel und Esse formen und mit ein wenig Abstand auf das Backblech geben. Die Kekse gehen beim Backen etwas auf.
  • Sollte der Teig beim Rollen einbrechen, kein Problem: einfach fest drücken und noch einmal neu rollen. Manchmal passiert mir das auch.
  • Die Kekse nun auf der berühmten „mittleren Schiene“ im Ofen leicht goldbraun backen. Bei mir dauert das bei 180° circa 11 bis 12 Minuten. In Deinem Ofen musst Du das beim ersten Versuch bitte testen! – Dann das Blech kurz stehen lassen und die fertigen, noch warmen Bussolai mit einem Heber auf ein Kuchengitter zum Auskühlen legen.
Varianten
Bussola - venezianische Kekse nach Original-Rezept liegen als Kringel auf einem Kristall-Teller

Du kannst Deinen ganz persönlichen Stil in Form der Gewürze finden. Mit Rum oder ohne zum Beispiel. Anstelle von Zitronenschale ist auch geriebene Orangenschale eine schöne Variation. Oder probiere Vanille, Tonkabohne und andere leckere Aromen! Ich habe auch schon Bussolai in Italien gesehen, die mit Schokoladenstückchen gespickt waren. – Es ist Italien… hier gibt’s keine Gesetze oder Dogmen in der Küche, außer vielleicht beim Pasta kochen.

Wichtigster Schritt
Bussola - venezianische Kekse nach Original-Rezept liegen als Kringel neben einem Espresso, angerichtet auf Silberteller mit Serviette

…nach dem Auskühlen ein schönes Glas Wein einschenken oder einen Caffè im Bialetti bereiten, Lieblingsplatz aufsuchen und Bussolai genießen!
Eine tolle Zutat hierfür sind auch Freunde oder Familie!


Deine Fragen, Erfahrungen und Kommentare sind herzlich willkommen! Ich freue mich auch auf Deine Varianten in den Aromen und Zutaten.


…wenn Du mehr erfahren möchtest, was mich mit Venedig verbindet, lies meinen Blog-Artikel Mehr als eine Reise“ über meinen Aufbruch zu einem langen Sommer in der schönen Lagunenstadt.

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Alltag – Frische-Kur für ein Wort https://giramondo.blog/2024/04/09/alltag-frische-kur-fuer-ein-wort/ https://giramondo.blog/2024/04/09/alltag-frische-kur-fuer-ein-wort/#respond Tue, 09 Apr 2024 16:17:53 +0000 https://giramondo.blog/?p=674 Erstaunlich mild ist es an diesem Novembermorgen. So früh, dass es noch dunkel ist und die Regentropfen nur durch ihr sanftes Geräusch auf dem Asphalt da unten zu erahnen sind. Sehen kann ich sie nicht, aber sie riechen angenehm frisch. Irgendwie riecht heute Morgen alles nach Seeluft. Oft geht damit die Sehnsucht nach dem Meer durch meine Sinne. Heute ist es ein zufriedenes kleines Lächeln über meiner Kaffeetasse. Wärmend liegt sie zwischen meinen Fingern. Meine Gedanken sind zwischen heute und in-zwei-Wochen, bewegen sich zwischen dem Hier und dem Ort, der dann für längere Zeit mein „Hier“ sein wird. Wie oft gehen meine Gedanken und Sehnsüchte zu dieser Stadt.

Venezia – meine Herzensstadt.

Canal Grande von der Ponte Accademia gesehen - Venezia

Seit ich vor einigen Jahren zum ersten Mal dort ankam und das Gefühl hatte, nicht einen neuen Ort zu erkunden, sondern wahrhaft nach Hause zu kommen, endlich wieder da zu sein, seitdem hat sie mich nicht mehr losgelassen.

Zunächst denkt man bei solchen Emotionen an sommerliche Urlaubsgefühle. Wie einfach ist es, einen Ort zu lieben, der so fern ist vom Alltag, vom Briefkasten mit den Rechnungen, der Arbeit und dem oftmals eher grauen Himmel über Berlin selbst im Sommer. Und dann breitet sich das Wunder einer Stadt vor den Augen und dem Herzen aus, die weder zu schwimmen noch zu schweben scheint, die sich majestätisch und doch so zaghaft und zerbrechlich aus der Lagune emporhebt, streckt und ihre Jahrhunderte alten Paläste und Brücken zwischen Stolz und Trotz präsentiert wie zarte Köstlichkeiten in einer Pralinenschachtel. Wie sollte man nicht spontan mindestens verzaubert sein von so viel Anmut und Wunder?

Die meisten Menschen sind von Venezia begeistert, so meine persönliche Statistik, die anderen immerhin überfordert.

Ja, Faszination und Urlaubsgefühle. So hoffte ich noch lange nach meiner Rückkehr. Aber mein Herz wusste längst, was es wirklich war. Es wusste um die Liebe zu diesem Ort noch während meines allerersten Ankommens und offenbarte diese in jedem Blick auf die Seltsamkeiten und Schönheiten. Und so plante ich, was unmöglich schien: einen ganzen Sommer in Venezia. Vor fünf Jahren befühlte ich den Schlüssel in der Tasche, stieg mit dem großen Dufflebag vom Schiff und als ich den istrischen Marmor durch meine Pantoletten spürte, ging ein unfassbares Gefühl durch meinen Körper. Ein Kribbeln, eine Woge der Überwältigung. Pures Glück.

Venezia im Winter 2019 bei Acqua Alta - Cannaregio, Venezia

Und nun, in zwei Wochen, werde ich wieder dort sein für eine lange Zeit. Viele Male bin ich nach Venezia gereist in den letzten Jahren. Das Gefühl hat sich verändert. Nie war es ein Urlaubsort für mich. Es war „nach Hause kommen“, wenn die Türme der Stadt über der Lagune auftauchten. Das Wissen darum, wie es hinter den Mauern aussieht. Eine Weile hegte ich die Vermutung, das Gefühl würde sich irgendwann verändern.

Vielleicht würde es langweilig werden, die immer gleichen Wege zu gehen und immer wieder… nein, wurde es nicht. Auch nachdem ich im Winter 2019 zufällig während des „Acqua Grande“ mitten im viel zu hohen Hochwasser in einer komplett überfluteten Stadt bis zum Bauch im Wasser stand vor meiner Haustür, auch da änderte sich nichts. Außer dass ich wusste, hier gehöre ich her. Wundersam, ja.

Und nun: noch zwei Wochen. Bewegung zwischen Vorbereitungen, Erledigungen und To-Do-Listen. So viele Dinge zu tun, an so viel zu denken, noch zu organisieren. Es sind wahrhaft neue Wege. Kein Urlaub, es ist Arbeitszeit. Neue Wege als Autorin, Betrachterin durch die Kameralinse, Berichterstatterin in geschriebenen und gesprochenen Worten.

Beginnender Alltag am Ort meiner Träume liegt vor mir. – Sollte nicht „Alltag“ so definiert werden?

Alltag. Wir verknüpfen damit Negativität. Wenn wir von Alltag sprechen, schwingen eingefahrene Muster, Langeweile, Ödnis und innerliches Grau mit. Wir sprechen davon, dass Beziehungen frisch gehalten werden sollen, damit die Liebe nicht im Alltag untergeht. Wir sprechen vom Büro-Alltag und meinen damit, dass wir unsere Jobs nicht mögen oder zumindest, dass sie uns nicht erfüllen oder ein Chef oder eine Kollegin uns stresst. – Echt?!

Sottoportego in San Polo, Venezia

Sollte unser Alltag, also „alle Tage unseres Lebens“ nicht davon geprägt sein, dass wir sie leben? Die Tage mit Leben füllen, die uns gegeben sind. Und unser Dasein täglich füllen lassen mit dem Reichtum an Leben, den das Leben tatsächlich bietet?

Wie oft sind wir gefangen in einer Falle aus Sorgen, Nöten und Gedanken an Mangel und Kummer. Es wird immer Trauriges geben, dass uns erschüttert – Verlust geliebter Menschen zum Beispiel – aber sollte nicht – spätestens – gerade ihr Weggang uns daran erinnern, dass wir noch am Leben sind? Sollten wir uns nicht täglich daran erinnern, dass wir es wahrhaft leben? Also, sollten wir das Wort „Alltag“ vielleicht einer persönlichen Frische-Kur unterziehen?

Mut. Es braucht gehörig viel davon, um gewohnte Strukturen regelrecht aufzubrechen und sich Neuem anzuvertrauen. Das Loslassen fällt schwer, weil wir oft nicht wissen, ob uns etwas festhält oder wir uns daran klammern. Aber lauschen wir unseren wahren Bedürfnissen und Wünschen, ist der erste Schritt bereits gegangen. Sie werden dann nicht wieder verschwinden. Freude an der Veränderung entwickelt sich, wenn wir sie pflegen – die Freude und die Veränderung. Dann können wir auch Träumereien von echten Bedürfnissen unterscheiden lernen und Mut von Leichtfertigkeit. Es braucht Zeit. Aber bereits dieses neue Denken und Erspüren sind Schritte aus der alten Definition von „Alltag“.

Vielen Menschen im Umfeld wird diese neue Version von uns vermutlich nicht gefallen. Schmerzhaft. Aber auch ein Teil des Wandels, des Loslassens. Manches lassen wir los. Manchmal lassen andere uns los. Nicht einfach, das zu verstehen und anzunehmen.

Und dennoch ist es wie das Aufräumen im Keller. Was mit Gerümpel vollgestopft ist, bietet weder Überblick über die möglicherweise darin verborgenen Schätze noch die Möglichkeit, lieb Gewonnenes unterzustellen oder gar zu schützen. Entrümpeln macht frei, im wahrsten Sinne, im Keller und im Leben. Es schafft Raum für Neues.

Alte Erinnerungen an Schönes werden immer schön bleiben.

Wir können sie einfach loslassen, sie sind nicht weg, sie bleiben uns. Aber wir lösen uns von der Vergangenheit und machen Platz für die Zukunft und vor allem für die Wahrnehmung des alltäglich (!) stattfindenden Lebens.

Alte Muster loslassen, schafft Raum für neues Denken und Handeln.

Venezia 2019 Acqua Alta in der Calle Venier

Menschen, die einen so nicht mehr mögen, sind nicht weg. Sie haben uns ein Stück unseres Weges belgeitet und wir sie. Gegenseitig haben wir uns gegeben, was wir konnten und brauchten füreinander und voneinander. Vielleicht treffen wir uns an einer anderen Weggabelung wieder und gehen weitere Schritte gemeinsam. Raum für neue Begegnungen eröffnet sich und für andere Menschen, mit denen wir neue Strecken unserer Wege teilen. Ebenso verhält es sich mit Möbeln, Kleidung, Hobbies und der Arbeit. Was uns wahrhaft am Herzen liegt, darf bleiben und das wird es. Alles andere darf frei werden und uns befreien.

Das Wunder geschieht, wenn wir beginnen, uns zu trauen.

Wenn wir uns vorsichtig an erste Worte herantasten und uns nahen Menschen zaghaft anvertrauen. Stück für Stück werden wir durch Austausch, Zuspruch und neue Impulse mutiger, entschlossener und bisher ungedachte und ungeahnte Varianten, Möglichkeiten eröffnen sich. Die Frische-Kur für den Alltag nimmt Fahrt auf. Irgendwann schmelzen selbst die größten Hürden dahin. Sie sind tatsächlich erdachte Hürden! Sogar Behörden werden nicht zu Bremsklötzen, sondern zu Unterstützern.

Hindernisse bestehen allzu oft aus Ängsten.

Wagen wir uns, diese anzutasten, können wir herausfinden, wie weit wir gefahrlos gehen dürfen, wo wir Unterstützung finden, wer uns Hilfestellungen ermöglicht.

Venezia im Winter 2019, Milan Bar in Cannaregio

Und so stehe ich heute Morgen in dieser frischen Luft, in dieser Milde. Langsam schwindet die Dunkelheit und macht dem Tageslicht Platz. Mich gelüstet es nach einem zweiten Kaffee. In zwei Wochen um diese Uhrzeit steige ich aus einem Zug und werde einen großen Koffer aus dem Bahnhof Santa Lucia rollen zur Vaporetto-Station, um mit dem Bus-Boot die Windungen des Canal Grande zu „meiner Haltestelle“ für die kommenden Monate zu gondeln. Es kribbelt in mir bei diesem Gedanken. Die Kur für meine Definition von „Alltag“ hat längst begonnen und erweist sich als heilsam.

Seit einiger Zeit schwingt ein Gedanke mit: jetzt passt alles zusammen.

Wie oft wünschen wir uns nicht sehnlichst, etwas möge so und so geschehen oder trauern einer verlorenen Beziehung nach, einem Job oder Auftrag, den wir nicht bekommen haben, grübeln über vermeintlich verpasste Chancen oder Gelegenheiten. Manchmal hängen wir im Traum-Modus etwas Vergangenem nach, das so nie eintraf. Aber wenn ich über die vor mir liegende Zeit nachdenke, dann eröffnet sich nur eines: jetzt passt es zusammen!

Wieder einmal geht eine neue Version von mir in eine neue Zeit. Der Wandel umgibt mich – oder bin ich mein Wandel? Ist es ein Mantel oder ein Teil meiner selbst?

Vermutlich ist genau das ein Teil der Essenz des Lebens. Diese stetige Bewegung. Nichts ist statisch… Wellen, Wind, Pflanzen… alles ist in Bewegung; der ganze Planet und wiederum dieser in einem gigantischen und unfassbaren System. Warum also streben wir immer und immer wieder nach dem Erreichen von etwas Endlichem, Statischem? Fahren wir nicht besser , wenn wir uns der Bewegung hingeben und diese als gegebene Notwendigkeit einfach annehmen? Dann gibt es kein Ziel mehr, bestenfalls noch Etappen. Vielleicht würde uns vieles so viel leichter fallen, wenn wir uns davon lösten, permanent alles definieren zu wollen.

Das Leben ist unfassbar, so wie die Welt; und unfassbar schön.


…und das waren die Gedanken vor dem ersten großen Venezia-Abenteuer vor fünf Jahren aus meiner Feder: Mehr als eine Reise

Mehr von Anja Giramondo gibt es auch auf ihrer Autorinnenseite Giramondo.Art

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https://giramondo.blog/2024/04/09/alltag-frische-kur-fuer-ein-wort/feed/ 0
Anja Giramondo – wer ist das? https://giramondo.blog/2024/04/09/anja-giramondo/ https://giramondo.blog/2024/04/09/anja-giramondo/#respond Tue, 09 Apr 2024 16:00:11 +0000 https://giramondo.blog/?p=671 Wer ist unsere Autorin „Anja Giramondo“?

Kennt Ihr das Buch „Frühstück bei Tiffany“ von Truman Capote? Nein, nicht den Film, das Buch! Denn es bietet fernab der zur Ikone stilisierten Audrey Hepburn noch eine ganz andere Sicht auf diese Figur. Einen tieferen Blick in Seele, Gesellschaft und kleine bis große Abgründe, Wünsche und Sehnsüchte.

Am Briefkasten des Apartments #2 im Wohnhaus auf New Yorks Upper Eastside steckt einzig ein elegantes Kärtchen mit der Aufschrift:

„Miss Holiday Golightly Travelling“.

Ich liebte dieses Bild vom allerersten Augenblick. Wundervoll, eine Visitenkarte, deren Adresse „travelling“ lautet… „auf Reisen“. Mein Traum: eines Tages ebensolche Visitenkarten. Nur mein Name und nichts als der Zusatz „auf Reisen“. – Eleganz & Absurdität in nur einem Objekt.

Nun, viele Jahre später, verwirkliche ich diesen Wunsch per Pseudonym, eher Ausdruck einer Lebensphilosophie. Giramondo = Weltenbummlerin; manchmal mit Koffer & Flipflops, manchmal in Gedanken & manchmal einfach per Seele on the road.

Auf diese Reisen nehme ich dich mit, lieber geneigter Leser, lasse dich ein wenig in meine Gedanken, Wünsche, Träume blicken & gelegentlich bleibt sicherlich ein Geheimnis übrig.

Ihr seid eingeladen. – Und könnt im virtuellen Briefkasten gern auch eine Nachricht hinterlassen. Ihr wisst ja… genau da hinein, wo das Kärtchen steckt, das kleine, elegante, auf dem steht:

„Anja Giramondo“


Anja Giramondo schreibt mit ihrer Liebe zum Reisen – und zu ihrem Herzensland Italien im Besonderen – für diesen Blog als Autorin. Die Neugier und Freude am Neuen teilt sie mit uns Lesern. Eine ganz besondere Beziehung hat sie zu der Lagunenstadt Venezia, weshalb auch hier ein ganzes Archiv mit Texte, Tipps und Impressionen entstehen wird.

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Mehr als eine Reise https://giramondo.blog/2024/04/09/mehr-als-eine-reise/ https://giramondo.blog/2024/04/09/mehr-als-eine-reise/#respond Tue, 09 Apr 2024 15:45:59 +0000 https://giramondo.blog/?p=668 Wenn Träume sich erfüllen… ist die Welt weit und groß und schön. Unermesslich dieses Gefühl, diese Größe der Möglichkeit in den Dingen, wenn sich alle Zahnräder von Zeit und Raum ineinander fügen und den Mechanismus auslösen, der alles in Bewegung setzt.

Meine Güte, welch unbeschreiblich schönes Gefühl! Wie dankbar ich bin für alle Wege, die mich hierher führten… und wie schwer sie manches Mal sind, wie undurchdringlich manchmal diese Türen scheinen, wie unüberwindbar manche Mauern sich türmen und den Blick in die Weite zum Ziel nicht nur trüben, sondern tatsächlich verhindern. Wie viel Kraft darin steckt, wenn man tief in sich fühlt „da ist ein Weg“. Diese Kraft trägt immer weiter, auch wenn der Mut nachlässt und alle zweifeln oder milde lächeln über dich, dich Träumer. Es sind nicht alle. Das scheint nur so. Das ist das Gegnerische, das Illusionen baut, um dich an deinem Weg zu hindern.

Aber wenn es dein Weg ist, wenn es dein Herz von innen leuchten lässt und deine Augen strahlen, wenn es dich zu Tränen rührt, ob aus Sehnsucht oder Glück, dann weißt du „da ist mein Weg“.

Da ist er, der Weg der dich jetzt weiter führt. Es ist nicht das Ende, das ist kein Ziel, es ist eine Etappe. Das Ziel ist vermutlich noch woanders. Aber hier… ein Weg, mein Weg.

Und nun… wird er wahr. – Vielleicht ist genau jetzt der Moment, in dem ich es tatsächlich begreife? Seit Wochen ist es in Vorbereitung, seitdem „weiß“ mein Kopf es. Nun wurden daraus Tatsachen durch Unterschriften.

Und jetzt – mit einem Glas Wein auf meinem Balkon bei nächtlichen 25 Grad Wärme in Berlin mit Blick über eine ruhig dahin schimmernde Stadt, die heute sehr viel stiller ist als sonst – nun in dieser äußeren, aber innerlich größeren Stille beginnt mein Herz zu begreifen. Und die Tränen sind da. Einfach so. Sie öffnen Kopf, Körper, Herz und Sinne für das Begreifen von etwas, das mehr als eine Reise ist. Sie öffnen nach Wochen der Hingabe und Verausgabung an Arbeit, an Meetings, an Konventionen… sie öffnen für das tiefe Begreifen von

„das ist mehr als eine Reise“.

Ich begreife jetzt, in diesem Augenblick, ich bin vielleicht zum allerersten Mal in meinem Leben nicht auf einer „Flucht“, ich bin auf einem ganz echten Weg. Und was das so groß für mich macht, ist die Tatsache, dass ich es schon so viele Jahre gespürt habe. Und – meine Güte – wie unfassbare viele Wege bin ich gegangen, habe gearbeitet und geglaubt, mich hingegeben und gekämpft, mich verausgabt und war strebsam, den Dingen zu gefallen… bis ich nun doch endlich mich tragen lasse, mich wahrhaft hingebe den Dingen, dem Lauf, den Möglichkeiten ohne eine Erwartung, Hoffnung… ohne ein Programm.

Zum ersten Mal in meinem Leben möchte ich eigentlich gar nicht weg. Fühle mich zuhause und froh in meinem Leben. Mit einigen Dingen, die ich zur Änderung bewegen möchte, ja. Aber ich gehe nicht auf Reisen, auf Entdeckungs-Abenteuer, um etwas hinter mir zu lassen, weil es woanders aufregender oder besser ist, wo etwas verheißungsvoll glitzert. Nein, vermutlich zum ersten Mal gehe ich – für länger, für mich – und weiß, ich werde zurück kommen hierher. Und danach wird es anders sein. Auf dieser Reise, die mehr ist als eine Reise, werden neue Fragen aufgehen, alte beantwortet, noch neuere dazu kommen. Emotionen werden schütteln, bewegen in alle Richtungen und ich werde nochmal neu.

Das ist keine Erwartung. Das fühlt sich an, wie eine Tatsache. Wie die Unleugbarkeit der Tatsache, dass Newtons Apfel nach unten fällt.

So sitze ich hier auf meinem Balkon. Fühle mich wohl in meinem Zuhause Berlin. Weiß gleichermaßen, dass Berlin und ich immer verbunden sein werden. Meine Heimatstadt. Mindestens so viele Ecken, Kanten und Ambivalenzen wie ich. Ein Augenzwinkern. Aber ist was Wahres dran. Mir geht’s hier gut. Keine Frage. Und dennoch ist das Gefühl da

„irgendwie brauchen wir Zwei mal ne Pause“

– mein Berlin und ich. Vielleicht habe ich verlernt, diese Stadt mit den Augen der Begeisterung zu sehen, mit der ich Venedig in mein Herz aufsog? Bin ich einfach schon zu lange hier, um zu erkennen, was Berlin ist? – Ich weiß es nicht. – Ich weiß, so viel hat sich verändert. Und ich mag kein Nörgelnder werden, ich mag Veränderung. Und Berlin war immer schon Veränderung. Deshalb passten wir Zwei richtig gut zusammen. Und dennoch brauch ich momentan was anderes. Es zieht an mir der Süden. Es ruft die Hitze der Tage und die Frische des Meeres nach mir wie nie zuvor. In mir wird immer mehr klar, Berlin und ich gehören zusammen wie Geschwister, aber deshalb muss man sich ja nicht bis zum Lebensende eine WG mit seiner Schwester teilen… man kann sich auch besuchen. Irgendwann muss man erwachsen werden.
Berlin — und ich. Oder wir müssen wieder Kinder werden — Berlin — und ich.
Das weiß ich noch nicht so genau. Aber derzeit sind wir grad ein bisserl fertig miteinander. Nichtmal böse miteinander… viel schlimmer, etwas gelangweilt.
Wenn man sich so gut kennt, dass man weiß, wann der nächste ungleiche Atemzug geschieht. Wie eine lieblose Ehe sind wir derzeit.

Mein Herz hat sich mit Liebe gefüllt, wann immer es in italienische Gefilde einreiste. Schon immer. Warum, weiß ich nicht. Aber dieses Gefühl, …nach Venedig zu reisen… zum ersten Mal in meinem Leben… und plötzlich warfen Kopf und Herz gleichermaßen Fluten von Sätzen aus wie

„endlich Zuhause!“ und „endlich wieder da!“

… ich hielt inne… und staunte über diesen Gedanken und fragte mich

„Hä?!“

Fast verzweifelt habe ich versucht, mich zu verlaufen. Aber es wollte einfach nicht gelingen. Wie einem inneren Stadtplan folgend, wusste ich, …’da links abbiegen und du gehst in eine Sackgasse, in einen Innenhof.‘ Und ich wollte den Gedanken Lügen strafen, bog links ab und… stand in einem Innenhof. Ende. Sackgasse. Betrachtete mich, den Hof, den schönen Balkon mit den vielen Blumentöpfen, die wehenden Gardinen im Nachbarfenster und wusste nicht, was ich damit anfangen sollte. Wo ich doch nie hier war… wieso kann ich mich dann nicht verlaufen? Alle, wirklich alle, die in Venedig waren berichten davon, sich hoffnungslos zu verfranzen in den schmalen Calle, zu stranden am Ende einer Gasse, die nach einem leichten Knick um 80 Grad plötzlich an drei Stufen in den nächsten kleinen Kanal endet. Wann immer ich diese Gassen ging, folgte in mir etwas einem inneren Kompass, den ich nicht beschreiben kann und nicht bezeichnen. Später nach der Reise verfolgte ich meine Gänge auf dem Stadtplan und war erstaunt über meine Wege. Wie zielgerichtet sie liefen… obwohl ich doch gar nicht nachdachte, wohin ich ging, sondern einfach nur staunend flanierte und mich scheinbar treiben ließ.

Was ist das mit diesem Italien? Was mit diesem unglaublichen Venedig? Was ist das mit dem Süden und dem Meer? Ich werde reisen. Ob ich heraus finden werde? Wohin werden meine Wege nach dieser Reise führen?
Zu weit gedacht. Wenn ich mich schon in Venedig nicht verlaufen kann, wieso sollte ich mir Gedanken machen. Es wird mich tragen.

Heute Abend – auf meinem Balkon – mit Blick über Berlin, wie es da hinten so glitzert mit Funkturm und Fernsehturm und all dem Flitter, spüre ich ein Wohlgefühl. Und dennoch sind wir erstmal etwas „durch“ miteinander… wir lassen uns in Frieden gehen. Und ich weiß, heute in 3 Wochen werde ich auf einer Terrazza in Cannaregio stehen um diese Zeit. Ich werde den ersten Tag in Venedig verbracht haben. Vermutlich wird überall in der Wohnung mein Gepäck verstreut sein. Ich kenn mich, wenn ich irgendwo ankomme, sieht man es. Innerhalb von fünf Minuten kann man sehen, dass Anja Giramondo in einem Hotelzimmer angekommen ist!
In Venedig wird es so oder ähnlich laufen… denn, hey, wer hat denn schon Zeit zum Auspacken, wenn da draußen die Serenissima, die Durchlauchteste, mit ihren Verheißungen ihre Aufwartung macht?!

Einziehen heißt… alles entdecken, die Fenster öffnen, Musik anmachen, auf den Balkon treten, terracottafarbenes Häusermeer betrachten, Koffer auf, duschen, ein leichtes Kleid überwerfen, wo sind die offenen Schuhe (?), die Tasche ausleeren, etwas Moschino aufsprühen und ab nach draußen, hinein in mein neues Leben der nächsten Wochen! Mein Zuhause auf Zeit staunend erobern und mich hingeben dem Rhythmus und der Mentalität eines anderen Landes, des Klimas und einer Stadt, wie es sie sonst nirgends gibt. Mich aufsaugen lassen und verbinden mit ihr.

Vermutlich werde ich mich durch die italienischen Strukturen der örtlichen Verkehrsbetriebe knabbern mit viel Lächeln (und einem tiefen Ausschnitt), um mein Vaporetto Ticket für die kommenden Wochen zu erstehen. Wer glaubt, Italien sei überall Strand und Dolce Vita, der hat noch nie dortige Behörden erlebt! Das ist der Moment, in dem man sich manches Mal doch ein wenig nach Hause wünscht… die da können „Behörde“ noch besser als wir hier! Glaubt keiner, bis er es zum ersten Mal erlebt hat! Glaubst Du nicht, werter Leser? Komm mich besuchen!

Und ich werde Markt und Gemüseboot unsicher machen. Und voller Glück über alles, was ich von Herzen liebe, dort zu finden, vermutlich viel zu viel einkaufen und abends kochen und schwelgen… oder vielleicht in meiner Lieblings-Rosticceria eine Lasagne mit Meeresfrüchten genießen… und irgendwann nach Hause schweben im Taumel dessen, was da alles um mich herum ist… und in ein fremdes Bett fallen in einer Stadt, die zwar neu ist, aber seltsamerweise gar nicht fremd.

Aufwachen, mein erster Tag… was erleben dort? Keine Ahnung, ich werde es erleben. Und abends… in 3 Wochen von hier an… werde ich auf meiner Terrazza stehen in Cannaregio und einem anderen Sound einer Stadt lauschen, einen anderen Blick erleben… das Grün der endlosen Bäume Berlins tauschen gegen das endlose Terracotta in allen nur erdenklichen Tönungen gemischt mit dem Marmor von Jahrhunderten.

Ich verabrede mich heute Abend mit mir. Heute in 3 Wochen. Auf ein Glas Wein in Cannaregio nach meinem ersten ganzen Tag in Venedig.

Und ich werde an diesen Abend hier denken… mit einem Glas Wein… mit mir und meinen Gedanken… und dem innerlichen Begreifen, endlich dem Begreifen, „ich werde in Venedig sein“. Tatsächlich. Ein Traum wird wahr.

Mein Traum ist keiner mehr. Mein Traum ist jetzt Realität, gelebtes Leben, mein Leben. Jetzt. Es geht.
Man kann aus Träumen Dinge werden lassen. Gegen alle Widerstände, vor allem gegen die eigenen inneren. 

„If your dreams dont scare you, they are not big enough“

hat ein wunderbarer Mann zu mir gesagt vor Wochen… genau in dem Augenblick, als alles drohte zu verhaken, zu straucheln und gar nicht aussah, als würde es überhaupt gehen. Frustriert war ich, ängstlich. Und dann dieser Satz…. Und ich begriff, alles was da im Weg stand… war ich. „If your dreams dont scare you, they are not big enough“ – Danke! – Ein Weckruf.

Und nun… bin ich mit mir und einem Glas Wein verabredet… in 3 Wochen in Cannaregio. Ich denke, eins der besten Dates meines Lebens… bisher.

…mal schauen, welches Date danach kommt.


Ein Text aus dem Jahr 2018 – vor meinem ersten langen Venezia-Sommer.

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